Europaminister Wolf würdigt Projekt des Deutsch-Französischen Gymnasiums Freiburg

Guido Wolf: „Dank Eurer Übersetzung steht dieses wichtige Arbeitsheft zur Entstehung der Europäischen Idee auch unseren Freundinnen und Freunden jenseits des Rheins zur Verfügung“

Gruppenbild
Europaminister Guido Wolf (Mitte), Dr. Albrecht Dapp (links), Schülerinnen und Schüler des Deutsch-Französischen Gymnasiums und die Repräsentantinnen und Repräsentanten.

Europaminister Guido Wolf hat am heutigen Freitag (10. Mai 2019) gemeinsam mit Catherine Veber, der Generalkonsulin Frankreichs in Baden-Württemberg, in Stuttgart Schülerinnen und Schüler des Deutsch-Französischen Gymnasiums Freiburg für ein besonderes Projekt gewürdigt. Die 17 Jugendlichen erarbeiteten eine französische Übersetzung des Arbeitsheftes „Im Lager bin ich Europäer geworden“ von Marie Koehn. Dieses wird vom Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler (VGKN) gemeinsam mit dem Centre Européen du Résistant Déporté (CERD) nunmehr in deutscher und französischer Sprache herausgegeben. Europaminister Guido Wolf: „Dank Eurer Übersetzung steht dieses wichtige Arbeitsheft zur Entstehung der Europäischen Idee auch unseren Freundinnen und Freunden jenseits des Rheins zur Verfügung.“

Mit dem pädagogischen Arbeitsheft sollen künftig junge Menschen in Frankreich und Deutschland ihren Besuch in einer der Gedenkstätten von Natzweiler vertiefen. Herzstück der Arbeitsmaterialien sind sechs exemplarische Lebensgeschichten von Menschen, die im Hauptlager Natzweiler oder in einem der zahlreiche Außenlager gefangen waren – fünf Männer und eine Frau. Sie stammen aus sechs verschiedenen Nationen und wurden aus politischen oder rassistischen Gründen verfolgt. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie sich nach der Befreiung in unterschiedlicher Weise für Versöhnung und Gerechtigkeit, vor allem aber für die Verständigung und Annäherung der Völker Europas, eingesetzt haben. Minister Guido Wolf: „Diese Lebensgeschichten müssen gerade der jungen Generation Beispiel und Verpflichtung sein. Unser Europa lebt von jungen Menschen, die sich für Frieden und Rechtstaatlichkeit einsetzen und auch sprachliche Barrieren überwinden. Ihr selbst habt mit Eurem Übersetzungsprojekt ein gutes Beispiel gegeben, das unsere Anerkennung und unseren Dank verdient.“

Für die beiden Auftraggeber, den VGKN und das CERD, ist das Arbeitsheft ein Baustein bei ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die 2018 mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurde. Es steht beispielhaft für das Konzept einer europäisch geprägten Erinnerungskultur. Gefördert wurde das Projekt durch das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) und das Département Régional des Affaires Culturelles (DRAC).

Foto: Justizministerium Ba.-Wü.

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