Finanzierungsvorschlag für Bewerbung zur Kulturhauptstadt
Freitag, 12 Februar 2010 | Autor: Andreas Epping
Ulrich von Kirchbach schlägt die Einführung einer Übernachtungsabgabe zur Finanzierung der Bewerbung Freiburgs als Kulturhauptstadt Europas vor.
Freiburg. Der Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters will mit der Bewerbung den erfolgreichen Weg der letzten Jahre im Kulturbereich, der sich mit den Stichworten Kulturkonzept, Umbau der Museumslandschaft und Kontinuität beim Stadttheater verbindet, fortsetzen. „Freiburg ist eine europäische Kulturstadt und hat das Potential dazu, neue Maßstäbe zu setzen“, so Ulrich von Kirchbach. Hinter der Bewerbung steht das Ziel ein Vorbild für eine Stadtentwicklung der Zukunft zu werden. Um ein ganzheitliches Verständnis der Stadtgesellschaft zu entwickeln, muss aus der „Kultur in der Stadt“ eine „Kultur der Stadt“ werden, so von Kirchbach weiter.
Wichtig ist von Kirchbach vor allem, dass eine Bewerbung auf soliden Füßen steht. Hierzu gehört vor allem eine ausreichende Finanzierung, um bei einer Bewerbung tatsächlich erfolgreich zu sein. Nun regt Ulrich von Kirchbach ein Finanzierungskonzept an, dass auf die Einführung einer Übernachtungsabgabe abzielt. Die Abgabe soll 0,30 Euro pro Übernachtung betragen. Bei einer Millionen Übernachtungen in Freiburg stünden damit bis zu 300.000 Euro p.a. zur Verfügung.
Mit dem Vorstoß reagiert Ulrich von Kirchbach auf die Steuererleichterungen der Bundesregierung für das Hotelgewerbe. Im Gegensatz zu den Ersparnissen durch die reduzierte Mehrwertsteuer sind 0,30 Euro „ein verschwindend geringer Beitrag, der in der gesamt Summe aber viel leisten kann“, führt Ulrich von Kirchbach aus. Bei einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 60 Euro bedeutet die Steuererleichterung von 12 % eine Ersparnis für die Hotels von 7 Euro pro Übernachtung. „Ich denke mit 30 Cent überfordern wir niemanden. Wenn Freiburg Kulturhauptstadt ist, profitiert davon auch das Hotelgewerbe“, so Ulrich von Kirchbach.
Im Erfolgsfall haben die Hotels von der Abgabe einen zusätzlichen Gewinn. „Der Titel ‚Kulturhauptstadt Europa‘ würde mehr Besucher nach Freiburg locken, von denen die Tourismusbranche nur profitieren kann“, so Ulrich von Kirchbach. Der OB-Kandidat will sich in nächster Zeit mit Vertretern des Hotelgewerbes zusammen setzten und das Konzept mit den Betroffenen abstimmen.
Freiburg steht mit der Forderung nicht alleine da. So gibt es in Mannheim Überlegungen eine Abgabe von 5 % einzuführen. Köln hat bereits eine ähnliche Abgabe eingeführt.






