Gefährdet der andauernde Streit das Ansehen der Uniklinik Freiburg?
Freitag, 18 Dezember 2009 | Autor: spd.landtag-bw
Freiburger Landtagsabgeordnete Margot Queitsch stellt kleine Anfrage im Landtag
Freiburg. Nachdem der Aufsichtsrat der Freiburger Uniklinik und Wissenschaftsminister Frankenberg, der nach einem Gespräch mit dem Kaufmännischen und Ärztlichen Direktor einen Arbeitskreis einberufen musste, um Wege aus dem Führungsstreit an der Freiburger Uniklinik zu finden, zeigt sich die Landtagsabgeordnete Margot Queitsch sehr erstaunt über die neuesten Entwicklungen: "Angesichts der immer noch andauernden negativen Schlagzeilen muss endlich gehandelt werden, um eine dauerhafte Schädigung des guten Rufes der Uniklinik Freiburg abzuwenden!"
Im September 2009 war es dem Aufsichtsrat noch 100.000 € für eine Unternehmensberatung wert, sich Vorschläge zur Lösung des Konfliktes im eigenen Haus unterbreiten zu lassen. Auf Anfrage der Abgeordneten Queitsch bescheinigte die Landesregierung damals dem Aufsichtsrat für dieses Vorgehen noch, dass er „seine Verantwortung ernst nimmt und eine objektive und professionelle Unterstützung der Funktionsfähigkeit des Vorstandes anstrebt.“ Bisher ist allerdings zu beobachten, dass der Streit nur weiter eskaliert und die Uniklinik aufgrund der Querelen an der Spitze annähernd führungslos ist.
Über all diese Punkte verlangt die Abgeordnete Margot Queitsch Auskunft von der Landesregierung. Darüber hinaus fragt Margot Queitsch, wie die Landesregierung den Entschluss des Aufsichtsrates beurteilt, die Entscheidung über die Zukunft des Kaufmännischen und Ärztlichen Direktors dem Wissenschaftsministerium zu überlassen. Aus Sorge darüber, dass dieser öffentlich ausgetragene Streit an der Spitze der Uniklinik nicht nur das Ansehen der Führungspersonen, sondern auch der gesamten Klinik beschädigt, möchte die Freiburger Abgeordnete wissen, ob, und wenn ja, welche Maßnahmen zur Abwendung eines zu befürchteten Ansehensverlustes in der Öffentlichkeit geplant sind.






