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Qualifizierte Bildung

Ulrich von Kirchbach: Qualifizierte Bildung mit flächendeckender Schulsozialarbeit und 10.000 zusätzlichen Lehrerstunden stärken

In einer solidarischen Gesellschaft müssen alle Kinder und Jugendliche gleiche Chancen für eine gute Bildung haben. Deshalb will ich in der kommunalen Bildungspolitik neue Wege gehen und eine Bildungsoffensive starten.

Kein Kind soll die Schule ohne einen qualifizierten Abschluss verlassen: Dieses Ziel habe ich für meine Amtszeit als Oberbürgermeister formuliert. Gemeinsam mit den Schulen will ich deshalb ein Programm entwickeln, dieses Ziel zu erreichen.

Einen ersten Vorschlag hierzu habe ich mit meiner Initiative für 10.000 zusätzliche Lehrerstunden bereits gemacht. Zahlreiche positive Rückmeldungen von im Freiburger Bildungswesen Verantwortlichen haben mich darin bestärkt, dass wir damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zu mehr sozialer Gerechtigkeit in unserer Stadt gehen, denn: Denn kein Kind darf verloren gehen!

Wie der Weg mit zusätzlichen Lehrerstunden gegangen werden kann, hat die Mannheimer Bildungsbürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer in einem Erfahrungsbericht im Rahmen einer Bildungsveranstaltung in der letzten Woche berichtet. Die Stadt Mannheim ist bereits mit ihrem MAUS-Projekt (Mannheimer Unterstützungssystem Schule) den Weg der 10.000 kommunal finanzierten Unterrichtsstunden gegangen.

Mannheim hat ähnliche Probleme wie Freiburg: Unter anderem eine hohe Quote von Sitzenbleibern, und eine ebenfalls hohe Quote von ausländischen Schulabgängern ohne Hautschulabschluss - in Freiburg betrug letztere 25 Prozent!

Zur Ergänzung der regulären Schulstunden unterrichten im Mannhein Pädagoginnen und Pädagogen anderer Bildungsträger, wie z.B. der Volkshochschule oder der Musikschule in 150 Kursen Deutsch, Mathe, Englisch oder bieten Theaterworkshops, Teamworkshops u.a. an. Die Schulen entscheiden selbst, welche Kurse sie für ihre Schülerinnen und Schüler buchen.

Bei meiner Veranstaltung mit der Mannheimer Bildungsbürgermeisterin machte diese am vergangenen Mittwoch deutlich: „Wir Städte und Gemeinden dürfen uns nicht hinter der verfehlten Bildungspolitik des Landes verstecken. Den Schwarzen Peter nach Stuttgart zu schieben und sich über zu große Klassen zu beklagen bringt unsere Kinder und Jugendlichen nicht weiter. Deswegen sind wir den Weg mit MAUS gegangen. Und die Ergebnisse sind überzeugend.“

Darum geht es: Als Kommune handeln und die Dinge selbst anpacken, wenn das Land nicht tätig wird. Chancengerechtigkeit ist das Ziel, das ich mit meinen Ideen zur Bildungsstadt Freiburg erreichen will. Der erste Schritt dorthin ist eine Freiburg-Version des Projekts „MAUS“.

Neben der Fortsetzung der Sanierung unserer Schulgebäude will ich zudem die Schulsozialarbeit flächendeckend einführen. Denn unsere Lehrer sind keine Sozialarbeiter und wir dürfen sie und die Schülerinnen und Schüler nicht alleine lassen mit den zunehmenden sozialen Problemen.

Damit deckt sich meine Zielsetzung mit der Forderung des Kinderschutzbundes Freiburg nach einer zügigen Einführung der Schulsozialarbeit an allen Freiburger Grund-, Haupt, Förder- und Realschulen.

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