Dringende Warnung vor Kinderrezept
Donnerstag, 17 Juni 2010 | Autor: Benjamin Waschow
Freiburg. In der heutigen Ausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung wurde auf der Kinderseite ein Rezept für "südafrikanischen Maisbrei" veröffentlicht. In der Anleitung für den Maisbrei wird eine halbe Tasse Salz angegeben. Bei dieser Angabe handelt es sich um einen Fehler. Die Vergiftungs-Informations-Zentrale des Universitätsklinikums Freiburg warnt dringend davor, den Maisbrei mit dieser Menge an Salz zuzubereiten.
Kochsalz in größeren Mengen ist giftig, für ein Kleinkind ist beispielsweise ein gehäufter Teelöffel Salz (10-15 g) bereits lebensbedrohlich. Es reicht bei dem veröffentlichten Rezept also bereits, wenn ein Kind nur einen Teil des Breis isst, um gefährliche Vergiftungen auszulösen. Auch wenn der Brei wahrscheinlich sehr unangenehm schmecken wird, ist es nicht auszuschließen, dass der Brei gegessen wird. Eine Gefahr besteht insbesondere, wenn kleine Kinder damit gefüttert werden, der Brei mit viel Zucker oder Obst zubereitet wird oder wenn Kinder den Brei selbst kochen.
Symptome wie Übelkeit und Erbrechen können bereits nach kurzer Zeit auftreten. Bei sehr schweren Vergiftungen folgen unter Umständen schon innerhalb einer Stunde Fieber, Herzjagen und Atemnot. Im Verlauf werden die Patienten zunehmend dämmrig und schließlich bewusstlos. Bei etwas weniger dramatischem Verlauf kommt es nach einigen Stunden der Besserung erneut zu Übelkeit, Kopfschmerzen und zunehmenden Bewusstseinsstörungen. Auch kann die Einnahme von zu viel Salz zu einer Hirnschwellung, im schlimmsten Fall zum Tode führen.
Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg 0761-19240 (rund um die Uhr)






