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Klinikum Lahr-Ettenheim setzt auf modernste Technik

Offenburg. Das Klinikum Lahr-Ettenheim hat im Institut für Radiologie am Standort Lahr mit der Inbetriebnahme eines Mehrschicht-Computertomographen (CT) ein wichtiges Gerät erneuert. Der alte CT war 1995 beschafft worden und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Für die Anschaffung des über 560 000 Euro teuren Gerätes hat der Krankenhausauschuss im Dezember vergangenen Jahres grönes Licht gegeben.

In einer Klinik, welche akut erkrankte Menschen zu versorgen hat, zählen oft Sekunden. Gerade bei Schwerstverletzten oder Schlaganfall-Patienten müssen sich die Röntgenfachärzte in kürzester Zeit ein umfassendes Bild von den oft lebensbedrohlichen Schäden machen. Die moderne Medizintechnologie ermöglicht dabei eine schnelle Lokalisierung von Verletzungen und Funktionsstörungen, so Prof. Peter Billmann, der Leiter des Instituts. Und weiter: Unsere Notaufnahme registriert jedes Wochenende durchschnittlich 20 bis 30 Untersuchungen des Schädels mittels CT; insgesamt werden jährlich etwa 2.500 solcher Prozeduren vorgenommen. Die Heilungschancen hängen ganz entscheidend von der Frühdiagnostik ab, betont der Institutsleiter. Für ihn ermöglicht der innovative Computertomograph viel tiefere Einblicke: Wir können die Gefäße im Gehirn eindeutig darstellen und sogar genaue Durchblutungsmessungen vornehmen. Die schnelle und vor allen Dingen eindeutige Bilddiagnose ermöglicht eine rechtzeitige Einleitung der Akuttherapie; die Prognose für den Patienten kann dadurch nachweislich positiv beeinflusst werden, so Peter Billmann.

Durch die spezielle Aufnahme- und Nachverarbeitungstechnik des Systems eignen sich die Bilder auch zur OP-Vorbereitung. Annähernd alle Strukturen des Körpers lassen sich so präzise räumlich dreidimensional darstellen. Der Operateur ist also bereits vor dem Eingriff über die Lage des Organs im Körper und dessen Schädigung informiert und somit optimal vorbereitet.

Von der Neuanschaffung profitieren auch die Kardiologie und die Gefäßspezialisten des Gefäßzentrums am Lahrer Klinikum. Der CT wird auch zur Statusbestimmung von Arteriosklerosen genutzt. Selbst kleinste Ablagerungen in den Gefäßen können sichtbar gemacht werden.

Laut Professor Peter Billmann verkürzt sich die Untersuchungszeit bei der Lungendiagnostik ganz erheblich. Eine CT-Aufnahme sei bereits nach acht Sekunden durchgeführt. Dies bedeute einen großen Vorteil für ältere Patienten, da sie nicht mehr so lange die Luft anhalten müssen. Mit dem neu beschafften Gerät können auch viele therapeutische Eingriffe durchgeführt werden. So ermögliche das Sofortbild dem behandelnden Arzt eine rasche Orientierung. Eingriffe, wie zum Beispiel die Hitzebehandlung von Lebermetastasen, würden dadurch sicherer.

Mein Team und ich freuen uns, mit den enorm erweiterten Diagnosemöglichkeiten den Patienten schneller und umfassender helfen zu können. Das gilt nicht nur für das Klinikum Lahr-Ettenheim. Kranke Menschen benachbarter Klinken und viele ambulante Patienten aus der Region werden von der Einführung neuer Untersuchungsverfahren, die dieses Gerät ermöglicht, profitieren, so Prof. Peter Billmann abschließend.

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