16. Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung geht an Albert Schneiders
Freitag, 04 Mai 2007 | Autor: Biljana Bojic
Staatssekretär Dr. Birk : Kunst behinderter Menschen als Teil des kulturellen Lebens immer noch zu wenig wahrgenommen
"Die Kunst behinderter Menschen als Bestandteil kulturellen Lebens wird immer noch zu wenig wahrgenommen. Ich freue mich, dass der Bundes-Kunstpreis für Menschen mit einer Behinderung hier in Baden-Württemberg vergeben wird", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk, anlässlich der 16. Verleihung des Bundes-Kunstpreises für Menschen mit einer Behinderung am 4. Mai in Radolfzell. Birk überbrachte auch die Grüße des Ministerpräsidenten Günter H. Oettinger, der die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hat.
Diesjähriger Träger des ersten Preises ist Albert Schneiders aus Zemmer in Rheinland-Pfalz mit einem Holzschnitt. An der Ausschreibung hatten sich über 300 körperlich, geistig oder psychisch behinderte Künstlerinnen und Künstler beteiligt. Neben dem ersten Preis werden 19 weitere Preise vergeben; die preisgekrönten Werke sind noch bis zum 3. Juni in der Villa Bosch in Radolfzell zu sehen. Die Preisträger wurden von einer fachkundigen Jury unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Dr. Max Kläger ausgewählt.
Der Bundes -Kunstpreis für Menschen mit einer Behinderung wird seit 1978 alle zwei Jahre in Radolfzell vergeben, seit 1984 über die kommunale Carl Müller-Mettnau-Stiftung. Die Stiftung ist zu Ehren des Stifters Wilhelm Müllerzell nach dessen Vater Carl Müller benannt. Wilhelm Müllerzell, selbst Künstler mit einer im Krieg erlittenen Behinderung, hatte die Stiftung ins Leben gerufen, um behinderte junge Künstlerinnen und Künstler zu ermutigen, sich trotz ihrer Behinderung künstlerisch auszudrücken.






