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Rätsel um die Umstände die zum Tod eines 59 Jahre alten Fußgängers führten

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Baden-Baden und der Polizeidirektion Offenburg

Achern-Gamshurst.  Die Umstände um den Tod eines 59 Jahre alten Fußgängers in der Nacht zum Freitag geben der Polizei nach wie vor Rätsel auf. Der Mann war am Freitagmittag rund 50 Meter vor "Michelbuch" neben der Kreisstraße an einer abfallenden Böschung gefunden worden. Bei einer Obduktion stellten Rechtsmediziner fest, dass er angefahren worden war.

Der Fußgänger starb letztlich an den Unfallverletzungen, weil ihm nicht rechtzeitig geholfen wurde. Denn der Unfallfahrer war geflüchtet, ohne Hilfe herbei zu rufen. Neben Unfallflucht wird deshalb auch wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt. Beim Polizeirevier Achern wurde eine 15-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Diese sucht dringend nach Zeugen und hat auch ein vertrauliches Telefon geschaltet.

Die Unfallstelle liegt an der Kreisstraße 5313, die von dem Acherner-Gamshurst nach Ottersweier-Unzhurst (Landkreis Rastatt) führt. Diese Straße wird nicht nur von Einheimischen genützt. Vielmehr ist sie auch bei Pendlern beliebt, die von der L 87 her (führt von Achern zum Grenzübergang Rheinau) in den Raum Bühl fahren wollen.

Etwa 50 Meter vor dem „Weiler“ Michelbuch entdeckte am Freitagmittag ein Zeuge den Toten und alarmierte die Polizei. Dieser lag unterhalb einer Böschung zwischen der Kreisstraße und dem angrenzenden Wirtschaftsweg. Von der Straße aus war die Fundstelle nur schwer einsehbar, so dass er erst am Mittag entdeckt wurde, obwohl er schon Stunden dort gelegen sein muss.

Zunächst war unklar, woran der Mann gestorben ist. Doch eine Obduktion, die noch am Abend am Institut für Rechtsmedizin in Freiburg durchgeführt wurde, ergab eindeutig, dass der Mann Opfer eines Unfalls geworden war. Der Tote konnte erst am Samstagnachmittag identifiziert werden.

Der 59Jährige, so weiß man inzwischen, lebte zuletzt allein in einer Wohnung in Bühl. Am Donnerstagnachmittag wurde er von mehreren Zeugen zu Fuß im Bereich Unzhurst, Sasbachried und Gamshurst gesehen. Gegen 17:40 Uhr ging er auf der Kreisstraße 5313 in Höhe der Abfahrt zum Hundeplatz in Richtung Michelbuch. Ein weiterer Zeuge sah gegen 22:00 Uhr wenige hundert Meter von der Fundstelle entfernt ebenfalls einen dunkel gekleideten Mann in Richtung Michelbuch gehen. Bei ihm dürfte es sich nach Einschätzung der Polizei ebenfalls um den 59Jährigen gehandelt haben. Warum er dort noch bei Nacht im Nebel unterwegs war und wo er sich seit 17:40 Uhr aufgehalten hatte, ist bislang unklar.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann kurz nach der letzten Beobachtung von einem Fahrzeug, das aus Richtung Gamshurst kam, von hinten angefahren und über die Straßenböschung hinunter geworfen wurde. Das Unfallfahrzeug müsste vorne rechts zumindest im Bereich des Kotflügels bzw. der Stoßstange, eventuell sogar bis zu Windschutzscheibe beschädigt sein.

Die Ermittlungsgruppe setzt sich aus Beamten des Streifendienstes und des Bezirksdiensters des Polizeireviers Achern zusammen. Verstärkt werden diese von den Polizeiposten Oppenau, Oberkirch und Rheinau, der Verkehrspolizei und durch Beamte der Kriminalpolizei. Neben der akribischen Suche nach Spuren im Bereich der möglichen Unfallstelle und deren Auswertungen stehen Befragungen der Anwohner, aber auch von Vereinen, Gaststätten, Werkstätten oder Firmen bis in den Raum Bühl auf dem Programm. Zudem wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger eingeschaltet.

Daneben hofft man natürlich auf die Mithilfe der Bürger. Zum einen will man wissen, wo im weiteren Bereich Gamshurst/Unzhurst am vergangenen Donnerstag, insbesondere nach 17:40 Uhr, eine dunkel gekleidete Person aufgefallen ist. Zum anderen hofft man auf Hinweise auf ein Fahrzeug, das vorne rechts beschädigt ist. Möglicherweise hat der Unfallfahrer behauptet, dass ihm ein Tier in das Fahrzeug gelaufen sei.

Mitteilungen nehmen das Polizeirevier Achern, Telefon 07841/70660, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Daneben hat die Polizei unter der Rufnummer 0781/216666 ein vertrauliches Telefon geschaltet, bei dem man rund um die Uhr seine Mitteilung auch anonym auf ein Band sprechen kann.

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