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Vier Partner aus Baden-Württemberg helfen gemeinsam

Tsunami-Hilfsprojekt "German Haritha Gama" in Sri Lanka eingeweiht

Stuttgart/Galle, 18.Juli 2007. Nach einem Jahr Bauzeit ist in Akmeemana nordöstlich von Galle in Sri Lanka das Tsunami-Hilfsprojekt "German Haritha Gama2 eingeweiht worden. Das so genannte "Eco Village" bietet 90 Familien ein neues Zuhause. Zudem verfügt es über ein Gemeinschaftszentrum, einen Kindergarten und eine Gesundheitsstation. Das Dorf entstand in einer Kooperation zwischen Diakonie Katastrophenhilfe, dem Umweltministerium Baden-Württemberg, der Stuttgarter Speidel-Stiftung und den Lions-Freunden Nürtingen/Kirchheim Teck.
Die Kosten beliefen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Davon tragen die Diakonie Katastrophenhilfe 1,54 Millionen Euro, das Umweltministerium durch die Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg 750.000 Euro, die Speidel-Stiftung 100.000 Euro und die Lions-Freunde 70.000 Euro.

Bei der Einweihungsfeier würdigte Hannelore Hensle, langjährige ehemalige Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, das Zusammenwirken der Kooperationspartner beim Bau des Dorfes. Die Übergabe der Häuser an ihre Bewohner sei ein erfreulicher und wichtiger Schritt, erklärte sie. So weit gehe die Hilfe von außen. Vom Aufbau eines Dorfes mit Infrastruktur bis zu einer funktionierenden Gemeinschaft sei es jedoch noch ein Stück Weg. Sie rief die Dorfbewohner zu Solidarität und tatkräftiger Nachbarschaftshilfe auf: "Beim Zusammenwachsen zu einer tragfähigen Gemeinde kann die Hilfe für den Nachbarn in Not, der respektvolle Umgang miteinander ein wichtiger Baustein bei der Lösung vieler Probleme sein." Herbert Moser, Geschäftsführer der Landesstiftung Baden-Württemberg, sagte bei der Einweihung: "Die Landesstiftung ist stolz darauf, dass sie mit dem Bau des neuen Dorfes im Distrikt Akmeemana und einer komplett neuen ökologischen Infrastruktur dazu beitragen konnte, dass den vielen Familien in Sri Lanka nach dem schrecklichen Tsunami eine neue Heimat gegeben werden konnte. Wir verstehen diese Mithilfe als Friedenssignal für dieses wunderbare Land." Der Präsident der Speidel-Stiftung, Norbert Quack, und Roland Kilgus vom Verein der Lions-Freunde dankten allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und wünschten den Dorfbewohner Kraft und Zuversicht für die Zukunft. Nach der Einweihung der Häuser sei es nun wichtig, Einkommens- und Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen und religiöses, kulturelles und soziales Leben in das Dorf zu bringen, betonte Quack, der auch Honorarkonsul von Sri Lanka ist.

An der Einweihungsfeier des Dorfes nahmen neben den Vertretern der Kooperationspartner unter anderem auch Sri Lankas Minister für öffentliche Verwaltung und Inneres, Karu Jayasuriya, sowie der deutsche Botschafter Jürgen Weerth teil. Der Grundstein für das „Eco Village“ war am 27. Juli 2006 gelegt worden. Es wurde in ortsangepasster und ökologischer Bauweise errichtet. Das Dorf verfügt über modellhafte, umweltverträgliche Systeme für Trinkwasser- und Energieversorgung, Abwasserentsorgung und Abfallbeseitigung. Das Licht der Straßenlaternen wird durch Sonnenenergie erzeugt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe förderte seit dem Tsunami Ende 2004 in Sri Lanka insgesamt 23 Projekte in einem Umfang von 8,63 Millionen Euro. Neben Hilfe für Tsunami-Überlebende wie dem Bau von Wohnhäusern und der Schaffung von Ausbildungs- und Einkommensmöglichkeiten sowie dem Wiederaufbau und der Instandsetzung von Schulen und Krankenhäusern zählen dazu auch Projekte der Katastrophenvorsorge im Zeichen des Klimawandels. Die Programme werden durch ein eigenes Projektbüro in Colombo koordiniert.

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