Zum Inhalt
Navigation: Aktuelles, Veranstaltungen, Einsendungen
Informationen: neue Kommentare, Wetter, Anmeldung / Login usw.
Technische Informationen: Kontakt, Impressum, Nutzungsbedingungen, Hilfe, Inhaltsverzeichnis

Inhalt

E-Mail
Drucken
PDF
Online Auktionen: Wer „Rausgeld“ verlangt, will betrügen!

Schramberg. Mächtig Lehrgeld musste ein Jugendlicher aus einer Kreisgemeinde bei Schramberg bezahlen, der seinen Motorroller im Internet zum Verkauf anbot. Verhandlungsbasis waren 600 Euro und kaum war das Fahrzeug eingestellt, meldete sich auch schon ein Interessent. Er bot 650 Euro und erhielt den Zuschlag.

In einer Folge-Mail gab sich der Käufer zu erkennen. Er meldete sich aus England, teilte dem Jugendlichen mit, dass er ihm einen Scheck über 1.800 britische Pfund schicken werde und bat ihn, den überschüssigen Betrag an den beauftragten Spediteur zu schicken, mit dem er dann abrechnen werde. Der junge Mann legte den Scheck bei seiner Bank vor und ließ sich die 1.800 Pfund auf dem Konto gutschreiben. Doch dies erfolgte vorbehaltlich(!) und war vom tatsächlichen Geldeingang von England abhängig. Noch bevor die Bestätigung erfolgt war, überwies er knapp 1.400 Pfund auf das Konto des angeblichen Spediteurs.

In der Folge passierte zunächst einmal gar nichts, denn der Internet-Betrüger, um einen solchen handelte es sich nämlich, wartete den Eingang der benannten 1.400 Pfund ab. Anschließend meldete er sich erneut per E-Mail bei dem Jugendlichen. Er teilte ihm mit, dass er vom Kauf des Rollers nun doch zurücktreten müsse, da sein Cousin, für den das Fahrzeug bestimmt war, ums Leben gekommen sei. Er schlug deshalb dem Jugendlichen vor, er solle von den zurückbehaltenen 650 Euro für sich 150 Euro als „Schadensersatz“ behalten. Die restlichen 500 Euro solle er ihm rücküberweisen.

Der Jugendliche zeigte sich einverstanden und wurde erneut tätig. Erst als die Bank nach einigen Tagen mitteilte, dass der Scheck „geplatzt“ sei, wurde für den Jugendlichen die betrügerische Masche, auf die er hereingefallen ist, offensichtlich. Der Motorroller ist noch immer nicht verkauft, der Jugendliche aber mehr als 2.000 Euro los und um eine bittere Lebenserfahrung reicher. Die Anzeige wegen des Verdachts des Betrugs gegen den imaginären Engländer wird wohl ins Leere gehen.

Kein Einzelfall, so die Polizei. Immer wieder, vor allem bei Fahrzeugangeboten im Internet, versuchen Betrüger mit dieser Masche zu Geld zu kommen. Schon mehrfach hat die Polizei darüber berichtet und nach wie vor gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Partner

Legende

Artikel: Icon PDF-Version PDF | Icon Druckversion Druckversion | Icon Artikel versenden versenden |  Seitmap: Seitmap |  Schrift: Schrift grösser stellen grösser | Schrift zurücksetzen zurücksetzen | Schrift kleiner stellen kleiner

Zum Seitenanfang