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Fahrraddieben das Leben schwer mache

Polizei gibt wichtige Tipps zum Schutz vor Fahrraddiebstahl
Stuttgart. Für Radfahrer ist derzeit Hochsaison – und damit leider auch für Fahrraddiebe. Doch schon ganz einfache Maßnahmen wie das Anschließen des Rads mit massiven Bügelschlössern machen Fahrraddieben das Leben schwer und schützen vor Diebstahl.
Dies verdeutlichen die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS): So ging die Zahl der registrierten Fahrraddiebstähle in Deutschland 2006 im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent auf knapp 370.000 Fälle zurück. Was Zwei-radbesitzer beachten müssen, hat die Polizei im Faltblatt „Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“ zusammengefasst. Zudem macht die Polizei mit dem neuen Plakat "Stopp dem Diebstahl!“ in Kooperation mit dem Allgemeinen Deut-schen Fahrrad-Club (ADFC) auf die Gefahr des Fahrraddiebstahls z.B. in Freizeiteinrichtungen aufmerksam.

Während der warmen Jahreszeit wächst oft auch die Unachtsamkeit der Radfahrer, die ihr gutes Stück „nur mal eben für einen Moment“ ungesichert aus den Augen lassen. Und gerade dieser unachtsame Augenblick reicht gewieften Dieben, um sich samt Zweirad aus dem Staub zu machen. Welchen Umfang der Fahrraddiebstahl bundesweit hat, zeigt der Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik. Bei fast fünf Prozent der erfassten Gesamtkriminalität handelt es sich um Fahrraddiebstähle. Wie begehrt Fahrräder als Diebstahlsobjekt sind, besagt auch der Anteil der Fahrraddiebstähle an der Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte. Bei fast jedem siebten Diebstahl handelt es sich bei dem Diebesgut um ein Fahrrad. Doch zeigt die Polizeiliche Krimi-nalstatistik eine erfreuliche Entwicklung: So ging die registrierte Zahl der Fahrraddiebstähle seit 2003 im Vergleich zu 2006 von 437.145 um knapp 16 Prozent auf 368.308 Fälle kontinuierlich zurück. Und auch die Schadenssumme des Jahres 2003 konnte von 241 Mio. € auf 121 Mio. € des Jahres 2006 halbiert werden. Erfreulich ist auch der stetige Anstieg der Fälle, bei denen der Diebstahl im Versuch stecken bleibt. Diese Entwicklung zeigt: Prävention lohnt sich. Ein si-cherheitsbewusstes Verhalten und der Gebrauch geeigneter Siche-rungstechnik erspart dem Einzelnen viel Ärger und Schaden.

Bevorzugte Orte für die Täter sind oft große Abstellplätze an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeitstätten. Die Ermittlungs- und Fahndungsarbeit der Polizei ist aufwendig – und leider auch nicht immer von Erfolg gekrönt, weil zum Beispiel die Besitzer von sichergestellten Fahrrädern oft nicht ausfindig gemacht werden können. Doch wer folgende fünf Tipps beachtet, kann sich wirksam gegen Fahrraddiebstahl schützen und für den Fall der Fälle auch dazu beitragen, dass ein entwendeter Drahtesel seinem Besitzer schnell zugeordnet werden kann:

· Schließen Sie Rad und Rahmen Ihres Fahrrads stets an ei-nem festen Gegenstand an – auch in Fahrradabstellräumen.

· Geeignet sind ausschließlich besonders massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser.

· Füllen Sie Ihren Fahrradpass sorgfältig aus und verwahren Sie ihn sicher in Ihren persönlichen Unterlagen. Der Fahrradpass mit eingetragener Rahmennummer hilft, gestohlene Rä-der zweifelsfrei zu identifizieren, den Täter zu überführen und den rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen.

· Bringen Sie gut sichtbar den Aufkleber „Finger weg – Mein Rad ist codiert!“ an. Dies schreckt mögliche Fahrraddiebe ab, indem es signalisiert: Der Eigentümer hat für eine polizeiliche Sachfahndung vorgesorgt. · Lassen Sie Ihr Fahrrad von Fachleuten codieren oder auf an-dere Weise dauerhaft individuell kennzeichnen. Am besten eignet sich dazu eine eingravierte Nummer, die nur schwer entfernt und notfalls auch mit Hilfe der Kriminaltechnik wieder sichtbar gemacht werden kann. Der alphanummerische Code mit chiffrierten Informationen zum Besitzer kann von vielen Fundämtern und Polizeidienststellen decodiert werden.

Weitere Informationen hierzu gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de. Das Faltblat t"Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“ mit Fahrradpass sowie der Aufkleber „Finger weg – Mein Rad ist codiert!“ sind kostenlos bei jeder Polizeidienststelle er-hältlich. Alle Medien können zudem im Internet herunter geladen werden.


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